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Global Fire Fighters Germany

Trinkwasseraufbereitung für ein Feuerwehr-Hilfsprojekt

„Global Fire Fighters Germany“ (GFFG) ist eine Hilfsinitiative der Brandschutzingenieure Jürgen Sprengel und Harald Schillegger aus Dortmund. Das weltweit in dieser Form einzigartige Hilfsprojekt wird als Projektreise mit einem Allrad-Expeditionsfahrzeug realisiert. Ausgestattet mit feuerwehrtechnischer Ausrüstung und Rettungsmaterial ist das Fahrzeug rollende Unterkunft für das Projektteam und dient gleichzeitig als Ersteinsatzfahrzeug. In dünn besiedelten Regionen, die nicht über eigene Feuerwehr- oder Rettungsdienstinfrastrukturen verfügen, kann z.B. bei Verkehrsunfällen oder medizinischen Notfällen sofort Hilfe geleistet werden. Das Projektfahrzeug ist für einen wochenlangen autarken Einsatz, fernab der Zivilisation, ausgerüstet und verfügt über eine Reichweite von mehr als 2000 Kilometern.

Die Projektroute folgt grob dem Verlauf der Panamericana. Auf ihrer rund zweijährigen Reise von Alaska nach Feuerland konzentrieren sich die GFFG auf Trainingsmaßnahmen zur Sicherheit bei der Brandbekämpfung. Sie sorgen für einen aktiven Austausch zwischen Feuerwehren und leisten so wertvolle Netzwerkarbeit. So initiieren sie Ausrüstungshilfe zwischen Geberländern und bedürftigen Ländern, um die verzweifelte Situation der hoch motivierten, aber oft völlig unzureichend ausgerüsteten Feuerwehren in den Ländern längs der Projektroute zu verbessern. Außerdem werden die GFFG das System der Freiwilligen Feuerwehr nach deutschem Vorbild propagieren und Anregungen für den Umbau alter ziviler oder militärischer Fahrzeuge zu improvisierten Feuerwehreinsatzfahrzeugen geben. Die Initiatoren möchten so auch die internationale Feuerwehrkameradschaft und die friedliche Kooperation zwischen den Völkern fördern. Dabei fühlen sich die GFFG den Prinzipien der Vereinten Nationen verpflichtet und agieren politisch neutral und unabhängig.

Trinkwasseraufbereitung in einem Allrad-Expeditionsfahrzeug

Die geplante Strecke führt durch Gebiete, in denen die öffentliche Wasserversorgung problematisch ist oder es schlicht keine gibt. Für die Umsetzung des Projektes ist daher ein möglichst hoher Grad an Autarkie des Expeditionsfahrzeuges bezüglich der eigenen Wasser- und Stromversorgung wichtig. Gleichzeitig muss der zur Verfügung stehende Raum an Bord möglichst effizient genutzt werden, da der Trinkwasservorrat auf nur 300 Litern begrenzt ist.

Beim Umbau des Projektfahrzeuges galt es ein System zu konzipieren, das die Nutzung diverser Süßwasserquellen ermöglicht. Der platzsparende Einbau, die zuverlässige sowie energieeffiziente Entkeimung des Wassers und die Möglichkeit der Abgabe des Trinkwassers nach außen waren dabei prioritäre Maßgaben. In der PURION 1000 von UV Concept fanden Jürgen Sprengel und Harald Schillegger ein leistungsstarkes UV-Wasserdesinfektionssystem, das all ihre Anforderungen für die Trinkwasserversorgung des allradgetriebenen Projektfahrzeuges erfüllt.

Warum ein Trinkwassersystem von UV Concept?

Bei früheren Reisen in Gebieten mit schlechter Trinkwasserqualität haben sich die Initiatoren damit beholfen, dass sie ausschließlich Mineralwasser konsumiert haben. Bei Aufenthalten in Südostasien (Myanmar, Laos, Kambodscha) erkrankten sie trotz aller Vorsichtsmaßnahmen ernsthaft und mussten medizinisch versorgt werden. Ursache für die Infektionen war verunreinigtes Wasser, was vorort in vielen Restaurants zum Spülen des Geschirrs verwendet wird.

Bei Expeditionsreisen durch die australischen Wüsten war die schwierige Wasserlogistik eine besondere Herausforderung. Entlang der Canning Stock Route könnten z.B. alte Viehbrunnen genutzt werden. Da das Expeditionsteam der GFFG damals noch keine Möglichkeit der Wasseraufbereitung in den gemieteten Geländewagen hatte, waren sie gezwungen, neben den großen Treibstoffreserven, auch große Mengen an Trinkwasser mitzuführen. Schon damals stellten sich Jürgen Sprengel und Harald Schillegger die Frage, wie eine Anlage zur Trinkwasserentkeimung an Bord eines Geländefahrzeuges beschaffen sein müsste. 

Die Dauer des geplanten Projektes entlang der Panamericana macht eine permanente Wasserversorgung aus Flaschen bzw. Kanistern unmöglich. Dagegen sprechen vor allem Umweltschutzaspekt, insbesondere die Vermeidung von Verpackungsmüll, Verfügbarkeit sowie die hohen Kosten. Neben sauberem Trinkwasser zur Eigenversorgung und Abgabe an Außenstehende, wird ebenso Wasser zur täglichen Körperhygiene und Wäschewaschen benötigt – und das zuverlässig an jedem Ort der Projektroute, in der Wildnis Alaskas ebenso wie in Nicaragua oder Guatemala. 

Durch die Nutzung des Wasserdesinfektionssystems von UV Concept wird sauberes Trinkwasser sichergestellt, dass zuverlässig an jedem Ort der Projektroute in hervorragender Qualität zur Verfügung steht. Und das nicht nur für das Projektteam selbst, sondern durch die hohe Leistungsfähigkeit der UV-Anlage im Bedarfsfall auch für andere Einsatzkräfte, da jederzeit aus Oberflächenwasser Trinkwasser generiert werden kann.

Der Einbau

Für den Einbau der UV-Anlage wurde eine Fachfirma engagiert, laut deren Aussage, die Implementierung des UV-Filters in das bestehende System unkompliziert war. So ließ sich die kompakte UV-Desinfektionsanlage hervorragend in das Gesamtkonzept der Trinkwasserfilteranlage integrieren. 

Die Trinkwasserfilteranlage besteht aus mehreren Elementen. Die meisten davon sind zum Zweck der einfachen Wartung auf einem ausziehbaren „Filterbord“ montiert. Das Wasser wird entweder aus dem örtlichen Druckwassernetz in die Trinkwasserfilteranlage eingespeist oder mittels einer geeigneten Tauchpumpe aus einem Brunnen oder einem Oberflächengewässer angesaugt. Es durchströmt dann zunächst eine dreistufige Filterkaskade, bestehend aus einem Filtersieb, einem Grobfilter und einem Feinfilter. Dadurch kann im Bedarfsfall auch Wasser eingespeist werden, das nicht schwebstofffrei ist. Anschließend wird das Herzstück der Filteranlage durchströmt, ein PURION 1000 UV Filter. Dahinter gibt es einen kleinen seitlichen Wasserabgang. Dieser dient zum Ableiten des Wassers bis zum Erreichen der Betriebstemperatur der UV-Lampe. Außerdem kann hier die Qualität des gefilterten Wassers mit einem TDS-Tester zumindest grob überprüft werden. An diesem Seitenabgang kann ebenso ein Abgabeschlauch angeschlossen und gefiltertes Wasser an Dritte abgegeben werden. Wird der Seitenabgang geschlossen, so wird das gefilterte Wasser in den Trinkwasservorratstank geleitet. Frisch gehalten wird das vorgefilterte Wasser mithilfe von Silbernetzen im Trinkwassertank. Im Trinkwasserhauptverteiler sitzt hinter dem Druckausgleichsgefäß ein Carbonfilter. In der Küchenzeile gibt es einen separaten Hahn nur für das Trinkwasser. Dieser ist nochmals über einen Endfilter abgesichert (Keramikelement mit 0,1 µm Durchgangsgröße), um einer Rückverkeimung der Trinkwasserleitung vorzubeugen. Eine Besonderheit bei dem Projektfahrzeug besteht darin, dass, über eine Umfüllpumpe auch Wasser aus dem Trinkwasservorratstank in den Löschwasservorratstank, zur Versorgung einer Wassernebellöschanlage umgepumpt werden kann. Die hochempfindliche Wassernebellöschanlage funktioniert nur mit zuverlässig gefiltertem Wasser einwandfrei. 

Dieser vergleichsweise hohe Aufwand ergab sich aus der Anforderung, überall dort, wo Süßwasser verfügbar ist, dieses auch für unser Projekt nutzbar machen zu können. Denn sauberes Trink- und Brauchwasser ist von elementarer Wichtigkeit für die Gesundheit des Projektteams und damit für das Gelingen des Projektes.

Warum UV Concept?

Jürgen Sprengel und Harald Schillegger sind zunächst im Rahmen einer Internetrecherche auf UV Concept aufmerksam geworden und haben dann während der Planung der Trinkwasserfilteranlage intensive Messegespräche mit WM Aquatec und Herrn Dr. Wipprich, dem Geschäftsführer der PURION GmbH geführt. 

Das Team der GFFG würde sich jederzeit wieder für ein Produkt von UV Concept entscheiden. Die exzellente Beratung, gepaart mit der Technologie- und Marktführerschaft auf dem Gebiet der mobilen UV-Trinkwasserentkeimung und nicht zuletzt die hervorragenden und hochwertigen Engineeringlösungen, haben mehr als überzeugt.